China wiederholt das, was die USA und die (damalige) Sowjetunion in
den 60er Jahren veranstaltet haben: das Wettrennen zur bemannten
Mondlandung als quasi-olympische Sportveranstaltung, als
technologische Eintagsfliege, ohne langfristige Perspektive. Das
ist jedoch alles andere als fortschrittlich: die Automatisierung hat
den Menschen aus dem Produktionsprozess immer mehr verdrängt, und das
gilt insbesondere in der Raumfahrt, wo der Unterhalt des Menschen
besonders teuer und risikoreich ist. Wenn also aus reinem politischem
Kalkül, unter Missachtung wirtschaftlicher und technologischer
Fakten, mit aller Gewalt Menschen ins All verfrachtet werden, kann
das nicht effizient sein, und wer so einen Unfug betreibt, ist als
Konkurrent nicht ernstzunehmen. Man stelle sich vor, ein
Autohersteller führt die “bemannte Fahrzeugproduktion” ein und
ersetzt Roboter durch Handarbeit… aber in der Raumfahrt muss der
gesunde Menschenverstand dem nationalstaatlichen Potenzdenken Platz
machen. Hoffentlich pumpen die Chinesen möglichst viel Geld in
nutzlose bemannte Erdumrundungen und Mondlandungen, jeder Yuan, den
sie dafür ausgeben, steht nicht für die Rüstung zur Verfügung! Am
besten, wir schenken ihnen die internationale Raumstation, die
ebenfalls keinen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen
bringt, sondern nur als Selbszweck am Leben erhalten wird. Wenn die
Chinesen das Ding erst mal haben, sind sie saturiert, fühlen sich
ganz toll mit ihrem mächtigen Nationalstaat und lassen (hoffentlich)
die Finger von Taiwan und anderen militärischen Abenteuern!

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