rennent jahren wird doch dieses ganze szenario systematisch
> hollywood-bearbeitet.
> immer sind dann die guten amerikanischen boys zur stelle, das problem
> zu regeln. die eine dienststelle ist die böse, eine andere, -oder
> auch nur ein held/heldin regelt dann alles zum guten.
> alles nach dem motto: was amerika nützt nützt der welt und ist immer
> gut!
In 24 werden diese Sachen nicht als “gut” dargestellt, sondern
ernüchternd neutral als “Alltäglichkeit” in die Handlung aufgenommen.
Gerade das von Hollywood systematisch bearbeitete Helden-mythos fehlt
bei 24. Man fragt sich oft, ob das, was da passiert so toll ist und
muss mit den Tatsachen, dass nämlich durch Folter usw. durchaus auch
schlimme Sachen verhindert werden könnten, auseinandersetzen. Die
moralische Bewertung liegt da (fast) allein beim Zuschauer, während
die restliche Hollywood-Maschine die moralische Bewertung gleich
mitliefert.
(Nicht falsch verstehen: 24 ist keine Kritik am System, aber die
Produktion verzichtet weitgehend auf das Vorkauen der Bewertung der
dargestellten Handlungen. Man kann sich natürlich Fragen, in was für
einer Welt wir Leben, in der Folter als “Alltäglichkeit” in einer
Fernsehserie auftaucht, aber genau diese Frage lassen die anderen
Hollywood-Produktionen nicht zu.)

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