rennen Morgen aus dem Morgenland,
was ich von IBM Notebooks halte, kann man in der vorletzten CT Ausgabe
als Leserbrief nachlesen…
Zum Marketing der IBM fällt mir allerdings bald nichts mehr ein. Als
ich das erste A20 Notebook kaufte, brauchte ich im Juli letzten Jahres
sage und schreibe zwei Wochen, einen Händler zu finden, der das Teil
auch liefern konte. (Ich bestellte über die Adresse meiner Familie in
Düsseldorf bei einem Berliner Systemhaus, welches das IBM Lager in
Straubing anwies, direkt nach Düsseldorf zu liefern…) es war kein
Händler in ganz NRW vorhanden, der auch nur ein Prototyp vorrätig
hatte, und diese Händler nennen sich “Fachhändler” oder “Notebookshops”
Zurück in meiner Heimat Abu Dhabi bestellte ich die restlichen
Notebooks beim örtlichen Generalimporteur, der mir die Notebooks für
meine Mitarbeiter mit deutscher Tastatur und deutschem Manual binnen 72
Stunden lieferte und das ca. 22% unter deutschem Richtpreis (incl.
MWST) gemäß Internetpage IBM.DE Auch die Zollpapiere für die spätere
Ausfuhr nach Deutschland waren lückenlos ausgfertigt.
Wenn die Händler in Deutschland noch nicht mal das Geld haben,
Prototypen auf Lager zu halten, weil angeblich die Modellvielfalt zu
groß ist, und man kein riesiges Lager wegen der Finanzkosten
unterhalten kann, sollte man sich doch überlegen, ob man nicht besser
mit Computerzeitungen handelt, die braucht man als Kioskbesitzer
nämlich erst nach dem Verkauf zu zahlen…
Im Duty Free Shop von Dubai sind jederzeit mindestens 30 verschiedene
Typen der A20 bzw. A21 und T20 bzw. T21 Serie vorhanden, und man kann
diese jederzeit ausgiebig testen. Der Umsatz in Dubai liegt laut
Auskunft des dortigen Geschäftsführers nur im Flughafen bei ca. 50
Geräte am Tag, und dies vor allem für Besucher aus den USA (!!!) und
GB, weil man nur die amerikanischen keyboards vorrätig hält. Andere
Tastaturen gibt es im Cityshop des Generalimporteurs.
Bei der Anschaffung eines T20 kann ich vom Preisvorteil hier in den
Emiraten mit jedem deutschen Reiseveranstalter eine Woche lang
kostenlos Urlaub in einem echten 5-Sterne Hotel machen.
Warum IBM die Geräte zu derart unterschiedlichen Preise anbietet, ist
mir schleierhaft. Auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen
Steuersätze (Emirate max. 4% Einfuhrzoll auf alles was einen Stecker
hat, Deutschland 16% Einfuhrumsatzsteuer plus Zoll in unbekannter Höhe)
bleibt ein hoher Preisunterschied.
Bestellt man direkt beim IBM-Shop, kann man sich auf einen
Bürokratismus gefaßt machen, der seines gleichen sucht. Nie und nimmer
erhält man die Ware vor Ablauf von 10 Arbeitstagen als Erstbesteller.
(Erst werden Büroauskünfte eingeholt, dann eine Auftragsbestätigung
geschrieben, etc.)Ich bot in Deutschland beim IBM Shop an, mir einige
Zubehörteile, die ich in Abu Dhabi liegengelassen hatte, gegen
Nachnahme zu liefern, da ich ungerne Kreditkartendaten per Telefon
mitteile. Geht nicht bei IBM. Ich bot an, den Betrag im voraus zu
entrichten, wenn man mir eine pro Forma Invoice zufaxen würde. Geht
nicht bei IBM. Ich wünschte der offensichtlich aus China stammenden
Mitarbeiterin des Callcenters alles gute und ein Pilot von Emirates
Airlines brachte mir die Teile aus Dubai am nächsten Tag mit einem
freundlichen Lächeln nach Frankfurt. Eine IBM ohne Bürokratismus, der
jedem Staatsbetrieb und sogar der Teleokm jede Ehre macht, wäre
perfekt. Aber so…. (trotzdem, die Notebooks sind das beste, was ich
je bedient habe!)
Beste Grüße aus dem Morgenland
Paul


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